Richtig Atmen: das Wehenschiffchen

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Wer Yoga praktiziert, hat es vielleicht schon mal gehört: „Es atmet Dich.“ Gemeint ist, dass der Atem unbewusst ein- und wieder aus unseren Lungen ausströmt. Wir müssen nichts tun, uns nicht darauf konzentrieren. Auch unter der Geburt ist das so. Jedoch können An- und Verspannungen, durch die Kontraktionen der Gebärmutter, uns den Atem anhalten, ihn flach oder gepresst werden lassen. Das wiederum versorgt unsere Zellen und auch das Baby nicht optimal mit Sauerstoff und lässt uns weiter verkrampfen.

Deshalb sind ein bewusstes Atmen und Achtsamkeit während der Geburt sehr hilfreich. Dadurch können die Wehen durchaus deutlich besser erträglich werden. Der Atem hilft, Kräfte zu mobilisieren und Anspannungen zu lösen. Er verhilft zur Entspannung und kann einen meditativen Zustand unterstützen. So kann der Körper mehr Oxytocin für die weiteren Wehen produzieren und der Muttermund öffnet sich leichter.

Ideal ist es, wenn die Gebärende einen ihr angenehmen gleichmäßigen Atemrhythmus einhalten kann. Eine Möglichkeit ist die Atemübung ‚Atemschiffchen‘, oder wie ich es selber im Geburtsvorbereitungskurs bei meiner lieben Hebamme kennengelernt habe: das ‚Wehenschiffchen‘.

Sieh Dir die Zeichnung an: Du atmest in der rechten oberen Ecke tief und weit in den Bauch ein. Links machst Du eine kleine Atempause bis du den Ausatem von selbst kommen spürst. Du atmest schwungvoll und hörbar über die Schleife aus, um nach der Schleife fast geräuschlos die restliche Luft entweichen zu lassen. Dann wartest du wieder die kleine Atempause ab bis du wieder mit dem kräftigen Einatmen von vorne beginnst.

Übe das bewusste Atmen und die Atemachtsamkeit am besten bereits in der Schwangerschaft. Mach es Dir dazu bequem, im Sitzen oder Liegen. Lasse den Atem einige Minuten einfach nur geschehen. Beobachte ihn nur und richte den Fokus auf den Luftstrom durch die Nase. Fühlst Du Dich ruhig und gelassen, so beginne den Atem zu beeinflussen. Zähle in Gedanken beim Einatmen bis 4, mache eine kleine Atempause, um dann auf 4 wieder auszuatmen. Steigere die Zeit, in der Du ausatmest dann auf 6 und später auf 8. Ein langer Ausatem befreit Deine Lungen effektiv von der verbrauchten Luft und macht Platz für noch mehr Sauerstoff beim nächsten Einatmen. Übe so oft Du kannst und magst 🙂

 

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