Achtsamkeit in der Schwangerschaft

„Ich hätte die Schwangerschaft mehr genießen sollen…“
„Könnte ich doch alles nochmal erleben…“
„Die Zeit ist irgendwie an mir vorbeigegangen.“
„Ich hab das alles gar nicht so bewusst erlebt…“

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Hast Du einen dieser Sätze schon einmal von jemandem gehört oder vielleicht sogar selber schon einmal so etwas gedacht? Achtsamkeit ist der Schlüssel, um diesem Gefühl, etwas verpasst zu haben, vorzubeugen. Die Achtsamkeitspraxis hat vor allem in den buddhistischen Lehren einen festen Platz. Aber auch im Westen interessieren sich immer mehr Menschen dafür, seitdem Jon Kabat-Zinn in den späten 1970er Jahren in den USA sein Programm zur Stressbewältigung ‚Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR)‘ etablierte.

Wer achtsam ist, der ist mit seinem Denken und Fühlen genau in diesem Moment – nicht in der Vergangenheit, nicht in der Zukunft. In diesem Bewusstseinszustand werden alle Erfahrungen im Innen und Außen einfach nur zur Kenntnis genommen. Sie werden nicht bewertet und die Person strebt nach nichts. Sie erkennt an, was gerade ist und übt sich in Gleichmut und Geduld. Wer mit seinen Gedanken ständig abschweift, der verpasst das Jetzt – den einzigen Moment, in dem unser Leben wirklich stattfindet. Denn die Vergangenheit ist bereits nicht mehr von Bedeutung und die Zukunft noch nicht von Interesse.

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Achtsam sein, das ist gar nicht so einfach und will lebenslang geübt werden. Ich hab hier ein paar Tipps speziell für die Schwangerschaft zusammengestellt. Aber natürlich ist Achtsamkeit in jeder Phase unseres Lebens essenziell.

Achtsamkeit-Tipp 1: Atme!
Wann immer Du ganz bewusst ein- und wieder ausatmest, zentrierst Du Deinen Geist im Hier und Jetzt. Beginne den Tag mit ein paar tiefen, bewussten Atemzügen. Atme zwischendurch immer wieder ganz bewusst. Diese einfache Übung reduziert sofort Stress und richtet Deinen Fokus neu aus. Es klingt banal – probier es trotzdem.

Achtsamkeit-Tipp 2: Nimm Kontakt zu Deinem Baby auf!
Weißt Du, wie es Deinem Baby genau jetzt in diesem Moment geht? Spür hin. Leg die Hände auf Deinen Bauch und stelle eine Verbindung mit Deinem ungeborenen Kind her. Nimm Dir Zeit für Eure Beziehung. Sprich mit ihm. Ob laut oder leise spielt keine Rolle.

Achtsamkeit-Tipp 3: Stoppe das Gedankenkarussell!
Fast jede Schwangere hat irgendwann einmal Ängste oder Sorgen. Sei Dir bewusst, dass diese ohne Bezug zur Vergangenheit und / oder zur Zukunft nicht existieren können. Wenn Du solche Ängste und Sorgen spürst, dann mach Dir Deine Gedanken bewusst. Sie sind der Ursprung Deiner Probleme. Du kannst sie zum Beispiel durch bewusstes Atmen, Meditation, Yoga oder bewusstes Gehen stoppen und auch verändern. Dadurch verliert die Angst ihre Macht über Dich.

Achtsamkeit-Tipp 4: Konzentriere Dich auf eine Sache!
Mono-Tasking statt Multi-Tasking – widme Dich immer nur einer Sache. Führe diese ganz bewusst aus, schweife in Gedanken nicht ab. Wenn Du isst, dann isst Du. Wenn Du jemandem eine Nachricht schreibst, dann tu nur das. Wenn Du den Haushalt machst, dann lass Dich davon nicht ablenken. Sei nur im Moment und konzentriere Dich auf das, was Dir gerade wichtig ist.

Achtsamkeit-Tipp 5: Sei dankbar!
Dankbarkeit ist eine gute Übung, um sich manches bewusst zu machen. Du kannst ein kleines Büchlein zu Deinem Dankbarkeitsbuch machen und darin jeden Tag 3 Dinge notieren, für die Du heute dankbar bist. Nimm die ersten Impulse wahr, verbringe nicht viel Zeit mit dem Notieren und halte Dich in Gedanken nicht zu lange in der Vergangenheit auf. Spüre stattdessen die Freude an den schönen Dingen, die Dir heute widerfahren sind.

Achtsamkeit-Tipp 6: Vergleiche nicht!
Jede Schwangerschaft ist anders – halte Dich von Vergleichen fern. Versuche nicht die glückliche Schwangerschaft Deiner Freundin zu erleben und weine nicht Deiner ersten unbeschwerten Schwangerschaft nach.

Achtsamkeit-Tipp 7: Nimm an, was ist!
Nicht jede Schwangerschaft verläuft wie gewünscht. Nimm mögliche Beschwerden an und mach das Beste draus. Wenn Du aufhörst, einen Zustand oder eine Situation abzulehnen, wird ungeahnte Energie frei. Die kannst Du zum Beispiel dafür aufwenden, um Dir Hilfe und Unterstützung zu organisieren.

Achtsamkeit-Tipp 8: Sei geduldig!
Gerade gegen Ende der Schwangerschaft werden viele Schwangere ungeduldig. Dabei verlässt Du das Hier und Jetzt und suchst Dein Glück in der Zukunft. Nicht selten bereitet genau das aber Probleme, sobald das Kind da ist. Diese letzten Tage und Wochen „fehlen“ dann im (Körper-)Gedächtnis. Kultiviere stattdessen Deine Vorfreude! Genieße die letzte Zeit mit Deinem Baby unter Deinem Herzen…

Achtsamkeit-Tipp 9: Bewege Deinen Körper!
Bewegung ist wichtig für unser Wohlbefinden. Gerade der schwangere Körper wird manchmal als schwerfällig wahrgenommen. Wirke dem ganz bewusst entgegen. Übe Yoga mit DVD oder Buch zuhause oder besuche einen Yoga-Kurs. Auch simples gehen ist eine wundervolle Beschäftigung für Schwangere 🙂 Hast Du schon einmal von einer Gehmeditation gehört?

Achtsamkeit-Tipp 10: Meditiere!
Wenn Du noch nicht regelmäßig meditierst, beginne jetzt damit! Meditieren verändert alles zum Positiven. Leg all Deine Zweifel und Vorbehalte ab und fang an einfach damit an. Du musst nicht eine halbe Stunde gelangweilt in der Stille sitzen. Vielleicht hilft es Dir, mit einer geführten Meditation anzufangen? YouTube ist eine Schatzkiste voll mit tollen Anleitungen. Schau gerne mal bei Laura Marina Seiler oder Mojo Di vorbei.

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Das Buch ‚Mama werden, Mama sein. Das Meditationsbuch für die achtsame Schwangerschaft, Geburt und erste Zeit mit Baby‘ kann ich Dir sehr ans Herz legen.*

Melde Dich gerne bei mir, wenn Du Fragen hast oder Dich das Thema interessiert und Du es gerne vertiefen möchtest ♡

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