Referenz Klinik

Wer: Eine Frau, die wegen der gesundheitlichen Situation ihres ersten Kindes, auf ihren Partner bei der Geburt verzichten musste.
Wo: Eine große Klinik in Augsburg

„Als die Wehen begonnen haben, war mir Kerstin eine große Hilfe. Ich konnte sie alles fragen, was mich beschäftigt hat und wir haben engen Kontakt gehalten. Auch wenn ich zunächst lieber alleine bleiben wollte, so war es eine Erleichterung für mich zu wissen, dass sie jederzeit hergekommen wäre. Tatsächlich habe ich es Zuhause sehr gut und lange aushalten können, genau wie wir es vorher besprochen hatten. Irgendwann hatte ich dann aber doch das Bedürfnis, in die Klinik zu fahren und wir sind aus unterschiedlichen Richtungen losgefahren. Gerade noch rechtzeitig. Nach der CTG-Kontrolle brachte mich die diensthabende Hebamme sofort in den Kreißsaal und erzählte mir, dass mein Baby bald geboren werden wolle. Das hat mich so überrollt, dass erstmal alle Dämme gebrochen sind. Zum Glück kam Kerstin genau in diesem Moment im Kreißsaal an. Als ich mich gerade wieder gefangen hatte, wurde es plötzlich hektisch um uns herum. Die Herztöne meines Babies waren abgefallen, die Monitore schlugen Alarm, die Hebamme telefonierte und plötzlich kamen immer mehr Leute in den Kreißsaal. Kerstin ließ sich nicht beeindrucken und gab mir einen langsamen Atemrhythmus vor. Sie atmete mit mir ein und wieder aus. Die ganze Zeit. Ich hab mich einfach darauf konzentriert, ihr in die Augen geschaut und vom Rest nichts mitbekommen. Zum Glück haben sich die Herztöne wieder erholt und kurz darauf war mein Baby auch schon da. Kerstin ist noch bei mir geblieben bis ich auf die Wöchnerinnen-Station verlegt wurde und hat sich noch um Essen, Trinken und Internet gekümmert. Ganz besonders dankbar bin ich ihr für den Besuch am dritten Tag nach der Geburt. Es ging mir richtig elend, weil mein Baby keine Sekunde ohne Brust sein wollte. Die Nachwehen waren schrecklich und Kerstin hat sich sehr bemüht, mir Erleichterung zu schaffen und mich aufzufangen. Am liebsten hätte ich das Stillen direkt aufgegeben, weil mich alles so überfordert hat. Doch Kerstin hat mich ermutigt und heute genieße ich es sehr, dass ich mein Kind so einfach und ohne Probleme stillen kann. Ich bin einfach dankbar, dass sie immer da war und meine Bedürfnisse erkannt und ernst genommen hat. In der Schwangerschaft und bei der Geburt, aber eben auch danach als der Start so schwierig war.“